Griechenland Reiseziele und Regionen

Hier finden Sie die schönsten Reiseziele in Griechenland. Welche griechischen Städte, Inseln, Strände und Regionen sind zu Recht besonders beliebt?


Attika / Athen


Attika ist die bevölkerungsreichste Region und Präfektur in Griechenland. Zu Attika gehören die Hauptstadt Athen und die Gebiete um Athen, die Athener Riviera im Süden und Osten, die Inseln nahe Athen, aber auch die Insel Kythira (im Süden der Peloponnes). Neben einer Vielzahl an Sehenswürdigkeiten ist Attika einerseits durchzogen von Gebirgen, andererseits bietet das Land auch kilometerlange Strände.

Herzstück von Attika ist natürlich Athen: Jenes Athen der Akropolis und des Parthenon, der Plaka, des historischen Zentrums der Stadt – Wiege der europäischen Zivilisation. Die wohl bekannteste Sehenswürdigkeit ist die Akropolis, welche aus verschiedenen Bauten besteht; einer der wichtigsten Bauten ist der Parthenon (Tempel der Göttin Athene). Athen ist ein irdisches Museum an historischem und kulturellem Reichtum, welcher durch ein modernes und durchaus junges Profil vervollständigt wird: mit luxuriösen Hotels, ausgezeichneten Restaurants, unzähligen Cafés und Bars, Einkaufszentren, aber auch alten malerischen Märkten und Galerien. Unzählige Museen gilt es zu erkunden, darunter eines der schönsten und besten archäologischen weltweit: das Akropolis-Museum.

In Athen vereinen sich auf unvergleichliche Art und Weise antike griechische Ästhetik mit moderner Kunst. In der modernen Stadtlandschaft sind Spuren dieser Kunst überall sichtbar, hörbar, erfahrbar. Mehrfarbige und polymorphe Graffiti zieren Wände und Mauern, Straßenmusiker geben dem Alltag der Bewohner ihren eigenen Rhythmus, Straßenmaler, Pantomimen und Künstler zaubern den Passanten ein Lächeln aufs Gesicht. Jedes Jahr gibt es Festivals und kulturelle Veranstaltungen mit Konzerten, Tanz- und Theateraufführungen, Foto- und Kunstausstellungen in- und ausländischer Künstler.

Nur wenige Minuten vom Zentrum Athens beginnt die Athener Riviera, die sich vom Palio Faliro bis zum Kap Sounio erstreckt. Auf dieser Strecke sind Beach Bars, Restaurants, Cafés, Bars und unzähligen andere Lokalitäten nebeneinander gereiht und bieten die unterschiedlichsten Möglichkeiten der Entspannung und des Feierns. Wer also glaubt, dass man Attika verlassen muss, um Sonne und Strand zu genießen, ist einem großen Irrtum unterlegen. Gut zugängliche und touristisch erschlossene schöne Strände sind in Attika ebenso zu finden wie anderswo in Griechenland. Am Kap Sounio befindet sich bspw. der Tempel des Poseidons, von dem man aus einen der schönsten Sonnenuntergänge Griechenlands bewundern kann.

Sandstrände mit kristallklarem Wasser sind auch auf den kleinen Felsinseln des Saronischen Golfes zu finden, von denen die meisten erschlossen sind. Vom Hafen des Piräus aus kann man nach Aigina, Poros, Hydra, Salamina und Spetses in wenigen Minuten übersetzen oder zur weiter entfernten Insel Kythira fahren. Ob für einen längeren Aufenthalt oder für einen Tagesausflug diese Inseln laden zum Verweilen ein und das mit herrschaftlicher Architektur, historischen Klöstern, malerischen Gassen und schönen Badestränden.

In Griechenland gilt Athen aber auch als Hauptstadt des Shoppings: Es bietet sehr viele Einkaufsmöglichkeiten, besonders in der Innenstadt. Ob es sich um einheimische Produkte oder Waren aus dem Ausland handelt, ob bei einfachen oder traditionellen, aber auch luxuriösen Gütern, in Athen findet man alles, was das Herz begehrt. Während des Einkaufens kann man in einem der unzähligen Cafés oder Restaurants eine Pause einlegen und dem bunten Treiben zusehen.

Feiern bis zum Abwinken… das trifft auch auf Athen zu. Athen ist für sein Nachtleben bekannt. Wenn es einen Ort gibt, an dem die Möglichkeiten der Unterhaltung unbegrenzt und vielfältig sind, so ist dies genau dieser Ort. Zu Tausenden strömen die Athener zu den Bars, Weinlokalen, Restaurants, Clubs etc., um sich zu vergnügen. Für jeden Geschmack wird etwas geboten. Eine Stadt, die Tag und Nacht lebendig ist und für ihre eigenen Rhythmen geschätzt wird.

Chalkidiki


Wie die Einwohner von Chalkidiki zu sagen pflegen „Es gibt keinen schöneren Ort als Chalkidiki“, kehrt man, hat man einmal die Bekanntschaft mit Chalkidiki gemacht, immer wieder dorthin zurück. Chalkidiki bildet einen der bedeutendsten und schönsten Küstenorte Nordgriechenlands. Kleine und große Dörfer, archäologische Ausgrabungsstätten, dichte Pinienwälder und die drei Finger (Halbinseln), Kassandra, Sithonia und Athos, mit atemberaubenden Stränden – dies alles und viel mehr ist Chalkidiki. In Kassandra und Sithonia sind einige der schönsten Strände Griechenlands (viele von diesen mit der blauen Flagge versehen) zu Hause. Ob Party-Urlaub, Familienurlaub, Camping-Urlaub oder entspannter Urlaub, hier kann jeder seinen ganz speziellen Traumurlaub verbringen. Kilometerlange weiße Sandstrände, aber auch Kiesstrände, türkisfarbenes, grünes oder hellblaues Meerwasser, Pinien so nah am Wasser, kleine Tavernen, Cafés und Bars laden zum Verweilen ein. Ein gut organisiertes Party-Paradies mit unzähligen Möglichkeiten – das ist auch Chalkidiki.

Eine andere Seite von Chalkidiki, die es zu erkunden gilt, sind die archäologischen Stätten mit all den Schätzen, die eine jahrtausendalte Geschichte verbergen. Die bekannteste Sehenswürdigkeit ist in diesem Kontext das Dorf Stageira. Südlich von Stratonikio (im Hinterland von Chalkidiki) ist das malerische Bergdorf gelegen, bekannt auch als Geburtsort eines der größten antiken Philosophen, Aristoteles. Stageira beherbergt eine der wichtigsten Sehenswürdigkeit von ganz Makedonien, den "Aristoteles-Park". In der Mitte des Parks wurde eine große, aus Marmor gefertigte Statue des berühmten Philosophen aufgestellt, im Park sind aber auch Instrumente (Sonnenuhr, Wasserstrudel, Pendel, Kompasse, Parabolschüsseln, Linsen, Teleskope und optische Scheiben) ausgestellt in Anlehnung an die physikalischen Phänomene, die in seinem Werk „Physik“ beschrieben sind.

Die antike Stadt Olynth bildete während der klassischen Periode in der Antike eines der wichtigsten kulturellen Zentren von Chalkidiki. Erbaut nahe von Kassandra der Legende nach von dem Maurer Olynth, Sohn des Herakles. Die Ausgrabungen in der Gegend brachten Überreste der damaligen antiken Stadt zu Tage; unweit davon gibt es ein Archäologisches Museum, in dem durch audiovisuelle Medien das Leben von Olynth nachgestellt wird.

Die 335 qm große Halbinsel/Finger von Athos bzw. der Heilige Berg Athos ist ein bedeutendes religiöses Refugium, eine orthodoxe Mönchsrepublik mit autonomem Status, bestehend aus 20 Großklöstern (Weltkulturerbe UNESCO), Skiten und Eremitagen; von den Großklöstern sind 17 griechisch, eines serbisch (Kloster Chílandar), eines bulgarisch (Kloster Zografou) und eines russisch (Kloster Panteleímonos). Der Heilige Berg Athos ist Maria, der Mutter Jesu, gewidmet. Frauen ist der Zutritt aber untersagt – zu Ehren Marias. Frauen dürfen sich die Halbinsel aus 500 m Entfernung auf Ausflugsschiffen anschauen. Für männliche Besucher gilt: Ein Besuch ist nur möglich mit Ausstellung einer Aufenthaltserlaubnis durch die Vertretung der Mönchsrepublik in Thessaloniki.

Einen Besuch allemal wert ist die Tropfsteinhöhle von Petralona nahe dem gleichnamigen Dorfe. Dort gibt es sowohl in der Höhle als auch im Museum Funde aus der Altsteinzeit zu bewundern. Der wichtigste Fund dürfte aber der fossile Schädel (= Archanthropus europeaus petraloniensis) sein, der gefunden wurde: 1981 auf ein Alter von 160.000 bis 240.000 Jahren datiert, geht man heute davon aus, dass er möglicherweise sogar mindestens 300.000 Jahre alt ist.

Dodekanes


Die Inselgruppe Dodekanes ist einen Hauch vom Osten, vom Orient entfernt und besteht aus zwölf Diamanten in der Ägäis: Rhodos, Kos, Patmos, Kalymnos, Symi, Nisyros, Kastellorizo, Kasos, Karpathos, Astypalaia, Chalki und Leipsi schmücken die südöstliche Seite Griechenlands. Die Dodekanes wurden erst 1948 „griechisch“, bilden aber trotzdem untrennbarer Teil der griechischen Kultur. Stiltechnisch verbindet sich hier auch weiß mit hellblau. Türkisfarbenes, kristallklares Wasser, Sand- und Kieselstrände machen die Dodekanes weltweit zu beliebten Urlaubszielen.

 

Auch auf den Dodekanes ist für jeden Geschmack der adäquate Aufenthaltsort auszumachen. Wenn man die Ruhe und Entspannung bevorzugt, so sind Kastellorizo und Karpathos ideale Ziele. Möchte man unentwegt Party feiern, so bieten sich Rhodos und Kos an. Zudem besteht die Möglichkeit sowohl zu Lande als auch zu Wasser vielen sportlichen Aktivitäten nachzugehen, so dass von Langeweile sicherlich nicht die Rede sein kann. Auf Rhodos kann man ideal surfen, auf Kalymnos, Karpathos und Leros ist Bergsteigen und Wandern angesagt, Patmos gehört zu den weltweit wichtigsten Destinationen des Christentums, auf Symi findet jährlich ein sehr interessantes Kulturfestival statt.

Ergänzt werden können all diese Tätigkeiten durch Besuche in Heimatkunde- oder archäologischen Museen, in Burgen und Festungen, in Kirchen, Klöstern und in Höhlen, um die Geschichte der Inseln und einzelner Orte besser kennenzulernen. Die Besucher stehen bewundernd und staunend in der mittelalterlichen Altstadt von Rhodos, vor dem Heilungsort von Asklepios auf Kos, vor der Höhle der Apokalypse und der Kirche, die Johannes dem Theologen geweiht ist, auf Patmos, auf dem Vulkan von Nisyros und der hellblauen Höhle auf Kastellorizo.

Die Liste der Badestrände auf den Dodekanes ist sehr lang und vielfältig. Nicht nur aufgrund der Vielzahl der Inseln, sondern auch aufgrund ihrer Besonderheiten besitzen die Inseln verschiedene Strände und Landschaften. Auf Rhodos sollte man gewesen sein an den Stränden Elli, Ialysos, Faliraki, Lindos; zu den Top-Stränden gehören auf jeden Fall Psili Ammo und Vagia auf Patmos, Appela und Kira Panagia auf Karpathos, Agios Georgios auf Symi, Parrantais auf Kos. Ebenfalls zauberhaft sind die Strände Kounoupa und Koutsomiti in der Nähe von Astypalaia. Die Alternativen und Optionen gehen nicht aus, denn die Liste auch an nicht erschlossenen Küstenlandschaften scheint auf den Dodekanes nicht zu enden. An den Stränden, die erschlossen sind, gibt es in der Regel eine sehr gute Infrastruktur und Anbindung.

Sehenswürdigkeiten auf den Dodekanes sind:

  • Rhodos: Altstadt, Großmeisterpalast und das Tal der Schmetterlinge.
  • Patmos: Die Höhle der Apokalypse, die Kirche des Heiligen Johannes und die Hauptstadt von Patmos, Chora, mit ihren schneeweißen Herrschaftshäusern und Gassen.
  • Karpathos: Die malerischen Dörfer Aperi, bestehend aus weißen und bunten Häusern, mit Windmühlen und einem atemberaubenden Ausblick aufs Meer.
  • Kalymnos: Die Höhle Kefala mit ihren beeindruckenden Stalaktiten und Stalagmiten, die Kirche des Heiligen Savvas, die Burg von Chrisocheria.
  • Kos: Das antike Asklepio, die römische Siedlung und die Burg von Neratzia.
  • Symi: Die Heilige Kirche von Panormitis, das archäologische und heimatkundliche Museum, die bunten herrschaftlichen Häuser.
  • Tilos: Das Kloster des Heiligen Panteleimonas, die Höhle Charkadio.
  • Leros: Der Turm Mpeleni, der als heimatkundliches Museum fungiert, und die Burg Panteliou.
  • Nisyros: Der Vulkan der Insel und das Vulkan-Museum.
  • Kastelorizo: Das Burgkloster von Ai Giorgi tou Vounou (der Heilige Georg vom Berg) sowie die blaue Grotte (Höhle).

Epirus


Epirus liegt im Nordwesten Griechenlands, westlich von Makedonien und Thessalien und nördlich von Zentralgriechenland; natürliche Grenzen bilden im Osten das Pindos-Gebirge und im Westen das Ionische Meer. Hauptstadt ist Ioannina, weitere wichtige Städte sind Arta, Preveza und Igoumenitsa.

In Epirus trifft natürliche Schönheit auf Tradition: Unberührte Natur, traditionelle Dörfer, schöne Städte und Strände. Epirus ist gleichzusetzen mit Tradition, fruchtbares Land sowie Einfachheit und Authentizität, die sich in perfekter Harmonie verbinden.

Gebirge durchziehen das Land, immer wieder von Flüssen durchbrochen; doch auch eine Vielzahl an Seen, Wasserfällen und Wäldern, in denen Eiche, Buche, Tanne und Kiefer zu Hause sind, prägen die Landschaft und regen zu Erkundungstouren an. Olivenhaine sind eher an den Küsten zu finden. Steil zum Meer abfallende Berge prägen die Küstenlandschaft von Epirus, wo aber auch schöne Sandstrände zu finden sind. Doch auch das antike Theater von Dodoni und die antike Stadt Nikopoli schaffen eine zauberhafte Kombination von Natur und Kultur und gehören zusammen mit dem Orakel von Acheron, der Brücke von Arta, der Festung von Ioannina und Parga auf die Liste historischer und kultureller Denkmäler von Epirus und auf die Liste der wichtigsten griechischen archäologischen Stätten.

Wer meint, dass Epirus nur im Winter ein beliebtes Ziel ist, ignoriert einen Teil seines Charmes: In den Sommermonaten laden die Küste mit schönen Badestränden (Valtos und Krioneri in Parga, Pisina in Sivotta, Drepanos in Igoumenitsa etc.) und türkisfarbenem Wasser ebenso wie viele kleine und große Ortschaften an der Küste zum Verweilen ein. Doch auch die Inseln Paxoi/Paxos sind wenige Minuten von Parga und Igoumenitsa entfernt.

Der gebirgige Teil von Epirus hält die Tradition am Leben. Es besteht aus Dörfern, welche Elemente traditioneller Architektur bewahrt haben mit steinernen Häusern, mit gepflasterten und malerischen Gassen, kleinen Pensionen und Tavernen, die regionale Gerichte anbieten. Von den 46 Dörfern, aus denen die malerischen Zagorochoria bestehen, sind die Dörfer Monodendri, Megalo Papigko und Aristi beliebte Besuchsorte; Dörfer inmitten wilder Naturschönheit, in denen Ruhe und Authentizität bewahrt wurden – weit ab vom Massentourismus.

Die beliebtesten Sehenswürdigkeiten von Epirus sind:

  • Das berühmte antike Theater von Dodoni
  • Die Brücke von Arta: Lassen Sie sich verzaubern von der beeindruckenden Architektur oder von den vielen Geschichten und Legenden über die Brücke.
  • Die Flüsse Voidomatis und Acherontas: Dichte Vegetation, kristallklares Wasser, verschlungene Pfade, beeindruckende Brücken, auf denen immer wieder die atemberaubende Aussicht zu genießen ist.
  • Der See von Pamvotida und die Ioannina-Insel: Das Wahrzeichen der Stadt Ioannina ist allemal einen Besuch wert. Kleine Boote setzen über auf die kleine, berühmte Insel (auch Inselchen genannt), die Promenade lädt zum Spaziergang ein, in kleinen Geschäften werden traditionell hergestellte Waren angeboten und das Ali Pascha Museum entführt in die Zeit des Osmanischen Reiches. In Ioannina gilt es die Festung im Herzen der Altstadt zu erkunden sowie unweit der Stadt die Tropfsteinhöhle von Perama.
  • Die Drachen-Seen von Tymphi und Smolikas: Gelegen in einer Höhe von 2.500 Metern sind sie das Ergebnis geschmolzener Gletscher, während sie laut Volksmund Behausungen von Drachen waren.
  • Der Golf von Amvrakikos: In einem der wichtigsten Hydrotope des Mittelmeers sind seltene und vom Aussterben bedrohte Vogelarten zu Hause. Hier kommt die traditionelle Fischfangmethode, die sog. „Divaria“, zur Anwendung, bei der „Fischbarrieren bzw. Fischdämme“ verwendet werden, um die Bewegung der Fische zu kontrollieren.

Euböa


Die zweitgrößte Insel Griechenlands ist Euböa, bekannt wegen ihres Facettenreichtums an landschaftlicher Schönheit, durch welche dem Reisenden unterschiedliche Möglichkeiten der Entspannung und Aktivität gegeben sind. Hauptstadt der Insel ist Chalkida. Euböa ist über eine Brücke mit dem Festland verbunden.

In Euböa sind auf einzigartige Art und Weise Merkmale des gebirgigen Charakters Griechenlands mit Küstenelementen miteinander verflochten. Unversehrte Naturschönheit mit üppiger Vegetation, Wasserfälle, Seen, verschlungene Pfade, schöne Badestrände – dies alles findet man auf Euböa. Ebenso gilt es unzählige Kirchen und historische Stätten zu erkunden. Strände wie Almiropotamos, Agios Dimitrios und Figia oder Chiliadou, Limiona, Agia Anna, Ellinika und Pefki locken entweder als noch nicht erschlossene, unberührte und ruhige Küstenstreifen oder als gut organisierte, vom Tourismus erschlossene und ausgebaute Strände. Sand- oder Kieselsteinstrand, grünes, türkisfarbenes oder dunkelblaues Wasser, mit Beach Bars und Strandliegen – die Möglichkeiten sind vielfältig.

Die mythischen Thermalquellen in Ädipsos, einer der ältesten und seit der Antike bekannten Kurorte der Welt, sind über 20.000 Jahre alt und Gegenstand vieler antiker Philosophen gewesen (z.B. bei Aristoteles). Laut der griechischen Mythologie wurden die Heilquellen von Götterhand erschaffen: Die Göttin Athene ersuchte ihren Bruder und Gott Hephaistos, Quellen mit warmem bzw. heißem Wasser an die Oberfläche zu bringen. An diesen Quellen sollte sich Herakles nach seinen berühmten Taten ausruhen und gesunden. So schlug Hephaistos mit seinem Hammer auf die Erde und sofort entsprangen daraus die Heilquellen von Ädipsos.

Sehenswert auf Euböa sind die „verrückten Gewässer“ des Euripos sowie ihr unsteter Verlauf. Auf der alten Brücke von Chalkida über der Meerenge von Euripos stehend, übrigens die erste Schrägseil-Straßenbrücke in Griechenland, kann man dieses geheimnisvolle Gezeiten-Phänomen bewundern. Zweimal am Tag gibt es im Euripos Ebbe und Flut; dabei fließt die Strömung 6 Stunden und 13 Minuten in die eine Richtung, um nach kurzer Pause in die entgegengesetzte Richtung zu fließen. Dies findet an 23 oder 24 Tagen eines Mondmonats statt, an den restlichen Tagen gibt es entweder überhaupt keine Änderung der Strömungsrichtung, an manchen Tagen hingegen bis zu 14 Mal! So lässt sich auch die Namensbezeichnung der Meerenge erklären: Evripos bedeutet alles, was sich verändert, was keine Konstanz aufweist.

Um das Kap Kavo-Doro (anders: Kafirea) räkeln sich verschieden Legenden um die starken Winde, die dort plötzlich auftreten können. Angeblich soll der Sohn des Gottes Poseidon, Nafplios, an jener Stelle die Schiffe der Achäer nach ihrer Rückkehr aus Troja versenkt haben, um sich für den Tod seines Sohnes Palamidis zu rächen. Im Mittelalter erhielt das Kap die Bezeichnung Xilofagos, weil dort unzählige Schiffe gesunken sind aufgrund der starken Winde. Wie viel Wahrheitsgehalt in den Legenden enthalten sein mag, nach wie vor bildet das Kap eine große Herausforderung auch für die erfahrensten Seeleute.

Eines der größten Geheimnisse der Insel sind die sog. Häuser der Drachen; es handelt sich um steinerne Gebäude, welche aus riesengroßen Steinplatten errichtet worden sind, ohne die Benutzung von Fenstern und Fundamenten. Laut wissenschaftlichen Studien besteht die Schwierigkeit bei der Errichtung so großer Platten und bei der genauen Einsetzung der Platten. Da sich die Bewohner in früheren Zeiten nicht erklären konnten, wie man Platten dieser Größe überhaupt transportieren kann, kamen sie zu dem Schluss, dass diese Gebäude Werke und Behausungen von sehr starken Drachen gewesen sind. Das berühmteste und bis heute erhaltene „Drachenhaus“ befindet sich auf der Bergspitze von Ochi.

Bedeutende historische Monumente aus der Frankenzeit und dem Osmanischen Reich sind die unzähligen, über die ganze Insel verteilten Türme. Zu den wichtigsten zählen Koutoumoula, die Festung und der Turm Karampampa, der Turm Drosini, die Zwillingstürme Mitika/Lilantiou, die Burg Castello Rosso.

Ionische Inseln


Die Ionischen Inseln, nach den sieben Hauptinseln auch Heptanesos genannt, liegen westlich des griechischen Festlandes und der Peloponnes. Geographisch umfassen sie also das Gebiet unterhalb Albaniens bis hin zur Südspitze der Peloponnes. Die Ionischen Inseln bestehen aus sechs großen Inseln, nämlich Korfu, Paxos, Lefkada, Ithaka, Kefalonia und Zakynthos, und einigen kleineren. Drei von den Inseln haben einen eigenen Flughafen: Korfu, Kefalonia und Zakynthos. Als einzige Insel ist Lefkada über eine Brücke mit dem Festland verbunden. Alle Inseln sind zudem einfach mit der Fähre zu erreichen.

Exotische Strände mit türkisfarbenem Wasser und weißem Sand, mittelalterliche Festungen, neoklassizistische Paläste, byzantinische Kirchen, Höhlen und Schiffswracks, die jahrtausendalte Geheimnisse in sich bergen, verbinden sich zur Geschichte der Ionischen Inseln und bieten dem Reisenden die Möglichkeit, zum Protagonisten der eigenen Erinnerungen zu werden.

Einige der schönsten Strände Griechenlands sind auf den Ionischen Inseln zu finden (einige mit der blauen Flagge versehen). Myrtos auf Kefalonia wird als schönster Küstenstreifen Griechenlands geführt: Das Wasser an manchen Stellen tiefblau, an anderen grün, der weiße Strand, die steil herabfallenden Felsen machen den Aufenthalt dort zu einem unvergesslichen Erlebnis. Navagio, der bekannteste Strand von Zakynthos, schwer zugänglich, da von Felsen umschlungen, der Strand Skinos in Ithaka, Canal d’ Amour auf Korfu gehören ebenfalls zu den attraktivsten Destinationen.

Für welche Insel(n) Sie sich auch immer entscheiden, jede hat ihren eigenen Reiz:

  • Korfu: Berge, viel Grün und Olivenhaine prägen die Landschaft Korfus in Kombination mit schönen, in Buchten gelegenen Sand- und Kiesstränden. Neben der landschaftlichen Schönheit kann man auf den Spuren der Griechen, Römer, des Byzanz oder der Engländer und Venezianer in den Gassen von Korfu-Stadt oder in den Palästen Achilleion, in dem Sissi gelebt hatte, oder Mon Repos des englischen Hochkommissars Frederick Adam wandern. Die Kirche des Schutzheiligen der Insel, des Heiligen Spyridon, besticht durch einzigartige Hagiographie.
  • Paxos: Reich an schönen Badebuchten an der Ostküste, geschmückt mit Grotten an der Westküste, bilden die Paxoi ein sehr beliebtes Ausflugs- und Urlaubsziel. Die Kirche der Mutter Maria „der Katharon“ auf den Paxoi gehört zu den schönsten auf den Ionischen Inseln.
  • Kefalonia: Imposante Steilküsten und wunderschöne Badebuchten prägen das Bild dieser Insel, die auch eine große Weinbautradition zu bieten hat: Die Robola Sorte ist hier heimisch und wächst im sog. Robola-Gebiet. In der Höhle von Melissani sind 20.000 Jahre alte Stalaktiten zu bestaunen; doch auch die 100.000 Jahre alte Höhle Drogarati ist ein attraktives Ausflugsziel. Auf Kefalonia bietet die Burgfestung von Agios Georgios mit der Kapelle von Evangelistria, auf dem Hügel außerhalb von Argostoli gebaut, einen der schönsten Ausblicke überhaupt. Einen Besuch wert ist ebenfalls die Kirche des Heiligen Gerasimos.
  • Lefkada: Die Insel trägt ihren Namen wegen der im Süden befindlichen weißen Steine, die für die Landschaft typisch sind. Bekannt ist die Insel für die traumhaften Strände Porto Katsiki und Kathisma. Auf Lefkada ist die eindrucksvolle Burgfestung Agia Mavra, welche die Inselhauptstadt für viele Jahrhunderte geschützt hat, zu besichtigen.
  • Ithaka: Die Insel des Odysseus und der Penelope ist landschaftlich sehr gebirgig und von Olivenhainen übersät. Die Kirche, die den Heiligen Aposteln gewidmet ist, bildet religiöses Zentrum der Insel.
  • Zakynthos: Feine Sandstrände laden zum Baden ein, manche von diesen dienen der Caretta-Schildkröte als Brutstätte, denn auf Zakynthos wurde etwas wirklich Einzigartiges geschaffen. Im ersten Nationalen Meerespark kümmert man sich um die unter Tierschutz stehende Meeresschildkrötenart Caretta Caretta. Gut erhalten ist in Zakynthos die berühmte Burgfestung Bochalis. Zu den wichtigsten religiösen Zentren der Ionischen Inseln gehört die Heilige Kirche des Heiligen Dionysios.

Kreta


Kreta ist die größte griechische Insel und wird oftmals als kleines Griechenland in der Ägäis bezeichnet. Die Einwohner Kretas sind bekannt für ihre Gastfreundschaft, für ihre gute mediterrane Küche sowie ihre Mantinades (15- silbige jambische Reimpaare, die immer streng nach Regeln gebildet werden). Ein fast schon magischer Ort lockt mit einigen der schönsten Strände in Griechenland, und gebirgigen Landschaften, die einem den Atem rauben.

Auf Kreta gibt es exotisch anmutende Strände, welche erschlossen und für Touristen ausgebaut sind. Elafonisi gilt als Naturwunder: weißgoldener Sand, klares türkisfarbenes bis grünes Wasser laden zum Baden und Entspannen (gehört zu den 10 besten und schönsten Strände des Mittelmeers) ein, Matala, mit den Höhlen, die die Hippies in den 1970ern faszinierten, Malia, wo das Feiern nie endet, Vai, an einem Palmenstrand gelegen. Auf Kreta berührt das Libysche Meer die Ägäis.

An Sehenswürdigkeiten steht Kreta anderen Regionen Griechenlands in nichts nach: Burgen (Kazarma, Forteza, Koules), Festungen, Museen, Kirchen, Klöster und archäologische Stätten zeugen von seiner geschichtsträchtigen Vergangenheit. Die kleine, verlassene Insel Spinalonga, auch bekannt als die „Insel der Aussätzigen“ (Leprakranken), ist ein beliebtes Ausflugsziel auf Kreta. Schnell setzt man mit einem Boot vom Hafen von Agios Nikolaos auf die Insel über, auf der die zum Teil eingefallenen Gebäude sowie das bis 1957 aktive Krankenhaus für Leprakranke zu besichtigen sind.

Auf der Suche nach der ersten europäischen Hochkultur? Dann ist man auf Kreta genau richtig: Knossos, Zakro, Malia und Phaistos zeugen von der Blütezeit der minoischen Kultur mit einer Vielzahl an archäologischen Funden. Doch die Geschichte Kretas endet nicht vor 2.000 Jahren, sie geht weiter und ist zu sehen in zeitgenössischen Kunstmuseen, in Museen für Naturgeschichte, im Museum von El Greco und für Nikos Kazantzakis.

Die minoische Kultur entwickelt sich ab 2.500 v.Chr. Die Bewohner Kretas waren Seeleute, die nicht nur Handel betrieben, sondern sich auch für die schönen Künste, Wissenschaften und religiöse Zeremonien interessierten. Mittelpunkt des Reiches war der Palast von Knossos, von wo aus der König Minoas regierte; nach ihm wurde die erste europäische Hochkultur benannt. Zeugnis für die minoische Architektur bildet nicht nur Knossos, wo es den Mythos des Minotaurus zu hören gilt, sondern auch die kleineren Paläste in Phaistos, Zakros und Malia. Gemeinsames Charakteristikum bilden die beeindruckenden Wandmalereien, welche Situationen aus dem Alltagsleben der Bewohner abbilden.

Weitere Sehenswürdigkeiten auf Kreta sind:

  • Heraklion: Das Aquarium Aquaworld beherbergt hunderte verschiedener Meerestier- und Kriechtierarten/Reptilien. Im archäologischen Museum sind Kunstwerke der minoischen Kunst ausgestellt, am Eingang des Hafens befindet sich die venezianische Burg Koules und die archäologischen Stätten von Knossos und Phaistos liegen in der Nähe von Heraklion.
  • Chania: In Chania und Umgebung sind zu bewundern die wunderschöne Altstadt und die Promenade von Koum Kapi, die berühmte Schlucht von Samaria, die aus dem Mittelalter stammende Burg Frangokastello und das exotische Elafonisi.
  • Rethymnon: In und um Rethymnon liegen die Altstadt von Rethymnon mit seinen malerischen Gassen, die Klöster von Arkadi und Preveli, die venezianische Burg Fortezza und die beeindruckende Höhle in Zoniana Sfentoni.
  • Agios Nikolaos: In Agios Nikolaos und Umgebung befinden sich der See Voulismeni, der Palast des alten Zakros, die Goldene Insel südlich von Ierapetra, das kosmopolitische Elounda und die Höhle Dikteon Andron.

Kykladen


Auf den Kykladen lässt sich der Traum eines perfekten Urlaubs, aber auch längeren Aufenthalts verwirklichen: Der traumhafte und weltbekannte Sonnenuntergang in Oia (Santorin), Badeurlaub an den exotischen Stränden von Milos, ein Spaziergang durch die Märkte und Gassen von Andros, eine Pilgerfahrt zur Kirche der Mutter Maria auf Tinos, endlose Party auf Mykonos… das Weiß der Kykladen, Bougainvillea, Meeresbrise, so heißt man Reisende und Besucher auf den Kykladen willkommen.

Zauberhafte Landschaftsbilder, die ihre Magie durch die Zeit hindurch nicht verloren haben; manche von ihnen unberührt und nicht erschlossen. Burgen, Höhlen, Ruinen alter Städte, antike Tempel, weiße Kapellen, Statuen, Theater, Wälder, malerische Dörfer – daraus setzt sich die Kykladen-Kultur und -vielfalt zusammen. Jede Insel hat ihre eigene Geschichte zu erzählen: Der Tempel von Apollo und die Kouroi auf Naxos, der Vulkan von Santorin, das Theater von Syros, eine Miniaturausgabe der Mailänder Skala, die Wasserfälle Pythara auf Andros, die archäologische Stätte von Delos, Klein-Venedig auf Mykonos und die imposante Burgfestung auf Serifos - die Wahl fällt schwer: Durch welche Epoche möchte man reisen und auf welcher Kykladeninsel seine Erkundungsreise beginnen?

Das Weiß der Kykladen, das Blau der Ägäis verbinden sich auf den Kykladen auch zu religiöser Hingabe. Auf den Inseln der Kykladen sind unzählige Kirchen und Kapellen mit Blick auf die Ägäis zu entdecken, geschmückt mit beeindruckenden Wandmalereien und Ikonen. Ein religiöses Zentrum und einer der bedeutendsten Pilgerorte Griechenlands ist die Kirche Panagia (Maria) von Tinos. Ebenso imposant sind die Kirchen der Panagia (Maria) auf Paros, der Panagia (Maria) auf Naxos, des Agios Nikolaos auf Syros und der Panagia (Maria) auf Folegandros. Das Zusammenleben von Orthodoxen und Katholiken auf den Kykladen hat auch einige wunderschöne katholische Kirchen hervorgebracht wie die Kirche des Heiligen Georg auf Syros.

Weißgoldene Strände, weißer Kieselstein, schöne Naturlandschaften und klares blaues Wasser sind typische Merkmale der Kykladen. Zu den schönen, beliebten und auch weniger bekannten Stränden gehören Sarakiniko auf Milos mit den weißen Felsen, Plaka auf Naxos mit seinem scheinbar nie endenden Sandstrand, Achla auf Andros mit seinem smaragdgrünem Wasser, Galissas auf Syros, Elia auf Mykonos, Vlychada auf Santorin mit schwarzen Kieselsteinen, Kolona auf Kythnos.

Zu entdecken gilt es auf den Kykladen:

  • Santorin: In Santorin sind einen Besuch wert die Dörfer in Kaldera mit ihrer unverwechselbaren Architektur, der berühmte Vulkan, der Sonnenuntergang von Oia und die Stadt des antiken Thira.
  • Paros: Auf Paros gilt es das berühmte Kloster der Panagia, das Tal der Schmetterlinge und die Festung Frangokastello zu besuchen.
  • Mykonos: Klein-Venedig beeindruckt durch die nie endende Partylaune, dem Leuchtturm Armenistis und die Stadt Mykonos selbst.
  • Naxos: Auf Paros befinden sich eine Burg, der Apollotempel mit der wundervollen Aussicht.
  • Syros: Der mittelalterliche Teil der Stadt Syros, die Kirche des Heiligen Nikolaos, das Rathaus auf dem Miaouli-Platz, das Apollo Theater.
  • Milos: Der Strand Sarakiniko mit den weißen Felsen, die Katakomben und das Archäologische Museum, in welchem ein Abbild der Statue der Aphrodite von Milos ausgestellt wird, sind einige Sehenswürdigkeiten von Milos.
  • Tinos: Die Kirche der Panagia, das traditionelle Dorf Volax mit seinen riesigen kugelförmigen Felsen sind nur einige Attraktionen.
  • Andros: Die Höhle von Aladinos, die Wasserfälle von Pythara und die Burg von Chora gilt es auf Andros zu erkunden.

Makedonien


Makedonien umfasst den Norden Griechenlands westlich von Thrakien. Hauptstadt ist Thessaloniki. Eine Reise durch Makedonien führt durch die unterschiedlichsten Landschaften, in welcher der Besucher auf unberührte Natur inmitten von Wäldern und Bergen, auf Seen, Flüsse oder Strände trifft. Doch Makedonien hat auch eine lange Geschichte durch viele Epochen und Zeitalter aufzuweisen; Ausgrabungsstätten, historische Denkmäler, Kirchen und Klöster zeugen hiervon. Das, was Makedonien einzigartig macht, ist die Tatsache, dass all dies in nicht allzu langen Distanzen erreichbar ist. Einzigartige Städte mit traditioneller Architektur sind inmitten oder zwischen Seen, Flüssen, Tälern, Höhlen, Wäldern und Schluchten anzutreffen. Als erste Stadt ist Thessaloniki zu nennen, es folgen Kavala, Drama, Naousa, Veria, Kastoria, Florina, Edessa. Jede Stadt hat ihre eigene Geschichte zu erzählen.

In Makedonien gibt es viele Kirchen und Klöster zu entdecken, insbesondere aus der byzantinischen und post-byzantinischen Epoche. Die bekanntesten Zeugnisse sind drei: Der Heilige Berg Athos beherbergt Klosteranlagen, die seit vielen Jahrhunderten weltberühmt sind. Dann, die Heilige Kirche von Panagia Soumela in Veria, in welcher die Ikone der Jungfrau Maria aufbewahrt wird. Und in Thessaloniki sind eine der ältesten Kirchen, Hagia Sophia, sowie die Kirche des Heiligen Demetrios, des Schutzheiligen der Stadt, einen Besuch wert.

Aus der Blütezeit des Makedonischen Reiches zu Zeiten Philipps II. und Alexander des Großen sind viele archäologische Funde erhalten. Die bekannteste Ausgrabungsstätte ist in Vergina zu finden, wo Grabstätten makedonischer Könige entdeckt worden sind, unter anderem auch das von Philipp II. Von gleicher Relevanz sind die Funde der antiken Stadt Dion, eine Stadt, die dem Göttervater Zeus geweiht war und von strategischer Bedeutung für Alexander den Großen war; im Amphitheater von Dion finden im Sommer Konzerte statt und man fühlt sich in die Antike zurückversetzt. In Kastoria, Thessaloniki und Platamona sind die gut erhaltenen Festungen aus der byzantinischen Epoche zu bestaunen. 

Im östlichen Teil Makedoniens lockt die malerische Hafenstadt Kavala, in der es viel zu entdecken gibt: das Kastell aus byzantinischer Zeit, das römisches Aquädukt, Heilige-Nikolaus-Kirche mit Paulusdenkmal und die Marienkirche. Leicht kann man mit der Fähre von Kavala zu den Inseln Thassos oder Limnos übersetzen. Unweit von Kavala liegen die Ruinen Philippis mit einem gut erhaltenen Mauerring, einer Akropolis und einem antiken Theater. In der Nähe von Kavala beginnt das Delta des Nestos, in welchem viele Ökosysteme zu Hause sind. Das Hydrobiotop besteht aus Schwemmland, Süßwasserseen und Lagunen und umfasst auch die Seen Vistonida und Ismarida.

Dem architektonischen Reichtum der Städte und Bauten Makedoniens steht aber die landschaftliche Vielfalt in nichts nach. Nachfolgend seien nur einige „Naturschönheiten“ erwähnt:

  • Die Wasserfälle von Edessa: Die Wasserfälle sind im Zentrum der „Stadt der Wasser“ gelegen und die größten Wasserfälle auf dem Balkan. Umgeben sind sie von einem Erholungspark, in dem auch viele kulturelle Veranstaltungen stattfinden.
  • Die Höhle der Argiti-Quellen in Drama: Die größte Flusshöhle der Welt befindet sich in Drama mit einer Länge von mehr als 21 km. Im Inneren der Höhle sind unzählige große Stalaktiten zu bestaunen, während der Fluss Angitis auf dem Grund der Höhle fließt.
  • Die Enipea-Schlucht in Litochoro am Olymp: Eine wunderschöne Landschaft mit üppiger Vegetation, Brücken, Bächen, kleinen Seen, die sich an mehreren Stellen bilden, unter dem größten griechischen Berg, dem Olymp.
  • Die Seen in Makedonien: Von Volvi nach Kerkyni und von Vistonida nach Koronia, ist diese Region sehr bekannt für ihre Seen. Die meisten Seen beherbergen seltene Arten von Vögeln und Pflanzen. So kann man an den Prespa-Seen wandern und Pelikane beobachten.
  • Skigebiete in Seli, Kaimaktsalan und Vasilitsa: Für Wintersportfans mangelt es in Makedonien nicht an schönen Ski-Ressorts; die bekannten Skiorte sind in der Regel mit Hotels und Chalets gut ausgestattet.
  • Olymp: Im südlichen Teil Makedoniens liegt der Olymp, mit seinen 2.917 m der höchste Berg Griechenlands, der zu abenteuerlichen Wanderungen an seinen oft wolkenverhangenen Hängen einlädt; zu seinen Füßen erstrecken sich kilometerlange Strände und klares blaues Wasser.

Nördliche Ägäis Inseln


Die Inseln der Nord-Ägäis scheinen vom griechischen Festland abgeschnitten zu sein und weit entfernt von den anderen Inselgruppen. Einen Besuch sind sie jedoch allemal wert! Es handelt sich um Perlen der Ägäis abseits des kosmopolitischen Treibens anderer Inseln.

Samos, Ikaria, Chios, Limnos, Thassos, Samothrake, Fourni, Psara, Agios Efstratios und Inousses bieten das adäquate Erkundungsgebiet für Naturliebhaber, aber auch Kunst- und Kulturliebhaber. Die Inseln der nördlichen Ägäis lassen sich am besten wie folgt beschreiben: Malerische und traditionelle Dörfer, ein jedes mit seiner ureigenen Kultur, Herrschaftshäuser und Burgen, Tavernen am Meer, Strände inmitten von viel Grün, exotisch anmutende Wasserfälle und faszinierende Höhlen. Vielleicht aber steht einfach nur die Zeit still und das Abenteuer beginnt.

Eine Reise in die Zeit der Mythen, in die Antike, aber auch ins Mittelalter führt unweigerlich nach Samos, der Insel von Pythagoras, wo sich der Philosoph in der berühmten Höhle vor dem Tyrannen Polykrates versteckte. Sie geht weiter zum Tempel der Göttin Artemis. Doch die Reise wird fortgesetzt: Die Burg und Festung von Molyvos auf Lesbos, das Kloster Nea Moni auf Chios, reich und berühmt an und wegen seiner Mosaike, die Kirche der Panagia auf Limnos sind nur weitere Etappenziele.

Auf den Inseln der nördlichen Ägäis findet man einige besondere Strände: Auf Chios den Strand von Mavra Volia mit schwarzen Kieselsteinen vulkanischen Ursprungs, auf Thassos den Strand Gkiola, der der Form nach und mit seinem grünen Wasser einem natürlichen Swimming-Pool ähnelt, den Strand von Skala Eressos auf Lesbos, den Strand von Naauf Ikaria, die Strände Pachia Ammos und Vatos an der Mündung der gleichnamigen Schlucht auf Samothrake. Ideal für jede Art von Urlaub, ob mit Familie oder Freunden, zeichnen sich die Küstenlandschaften und Strände der Inseln durch ihre Einzigartigkeit, ihre natürliche Schönheit und ihr kristallklares Wasser aus.

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Inseln der Nördlichen Ägäis sind:

  • Chios: Auf Chios sind es die Burg von Chios sowie die osmanischen Bäder (Hamam), die Dörfer Mastichochoria, in denen das berühmteste Produkt von Chios „Mastix“ hergestellt wird, das archäologische Museum und das Kloster von Nea Moni (Weltkulturerbe der UNESCO).
  • Lesbos: Die Burg von Molyvos und der seltene versteinerte Wald, 20 Millionen Jahre alt.
  • Limnos: Die Burg von Myrina, die Dünen, die an eine Wüste im Herzen der Insel erinnern, die archäologische Stätte von Hephaestia und die Kapelle Panagia Kakaviotissa, die einzige Kirche ohne Dach!
  • Samothrake: Die berühmten Quellen, die sich zu Wasserfällen und natürlichen Swimming-Pools verbinden, das archäologische Museum mit einem Abbild der Statue der Nike von Samothrake.
  • Thassos: Der Wasserfall außerhalb des Dorfes Kastro, der schöne Strand von Giola und das antike Theater.
  • Samos: Die archäologische Stätte des antiken Milet, Geburtsort von Thales, die Wasserfälle außerhalb des Ortes Karlovasi und natürlich das Heraion, die Ruinen des Tempels der Göttin Hera.
  • Ikaria: Der Wald von Ranti, mit einer seltenen Art der Aria-Eiche, die Chalari-Schlucht, ideal für Naturliebhaber und die Burg von Nikaria.

Peloponnes


Nicht weit entfernt von Athen liegt im Süden Griechenlands der/die Peloponnes (Fachsprache: die Peloponnes), der/die über eine Brücke mit dem griechischen Festland verbunden ist. Die mannigfaltige Zusammensetzung von Land und Meer, von Landschaften mit üppiger, aber auch karger Vegetation, von archäologischem und modernem Reichtum, all das findet man auf der Peloponnes. Ein großer Teil griechischer Geschichte ist spürbar in Epidaurus, Mykene, Mystras und Olympia.

Die Peloponnes beheimatete in der Antike einen der beiden wichtigen Stadtstaaten, Sparta. Doch auch in der Neuzeit war eine peloponnesische Stadt, nämlich Nafplio, die erste Hauptstadt des neuentstandenen griechischen Staates nach der Befreiung aus dem Joch der Osmanischen Herrschaft.

Das antike Theater in Epidaurus ist in ästhetischer Hinsicht, aber auch akustisch nahezu perfekt. Mit dem Bau wurde im 4. Jh. v. Chr. begonnen, vollendet wurde es erst im 2. Jh. v. Chr. Es zählt zu den größten Theatern, da es eine Besucherzahl von 13.000 bis 14.000 aufnehmen kann. Im Theater von Epidaurus finden besonders in den Sommermonaten Aufführungen klassischer antiker Stücke statt.

Doch auch das Weltkulturerbe der antiken Stätte Olympia, erbaut im 5. Jh. v. Chr., versetzt den Besucher in die Zeit der Olympischen Spiele. In Olympia sind einen Besuch wert die archäologische Ausgrabungsstätte, der Tempel des Zeus, das Museum für Olympische Spiele.

Ein paar Kilometer nordwestlich von Sparta liegt das kleine Dorf Mystras, bekannt für seine Festungsanlage, in welcher sich eine der am besten erhaltenen byzantinischen Städte befindet. Mystras wurde 1249 von den Franken erbaut und ging sehr schnell in den Besitz der byzantinischen Kaiser über. Die Festung, bestehend aus kleinen Kirchen und Klöstern, fünf Palästen der Despoten, führt den Besucher auf eine Zeitreise durch die Byzantinische Epoche. Jährlich finden im Mai die sog. Palaiologia statt, eine Reihe kultureller, religiöser und sportlicher Veranstaltungen zu Ehren des letzten Kaisers, Konstantin Palaiologos, Despot von Mistra.

Die kleine historische Stadt Monemvasia ist berühmt für ihre mittelalterliche Festung auf dem gleichnamigen Felsen; der Felsen erinnert an Gibraltar und ist über eine Brücke mit dem Festland verbunden. Die Geschichte von Monemvasia reicht bis ins Jahr 588 zurück. Malerische Gassen, Kirchen, ein Museum, Monemvasia ist ein geschichtsträchtiger Ort.

Die Vielfalt der Peloponnes beschränkt sich jedoch nicht nur auf die vielen geschichtsträchtigen Orte, die man besuchen kann, sondern bietet einen großen Reichtum an landschaftlicher Schönheit. Ausgehend von Elafonisos, das durch lange weiße Strände und türkisfarbenem Wasser besticht, und des Strandes von Simos, erinnert die Peloponnes eher an ein exotisches Ziel. Von Bäumen umsäumte Strände, die grün mit türkis vermischen, bis hin zu kykladisch wirkenden Küstenregionen, die Peloponnes deckt das gesamte Spektrum an möglichen „Meereserfahrungen“ ab. Aufgrund des hohen gebirgigen Anteils der Halbinsel, des Meeres, das die Halbinsel vollständig umgibt, sind dem Reisenden und den Bewohnern alle Möglichkeiten sportlicher Aktivität gegeben: Segeln, Kayak, Canu, Rafting, Mountain Biking, Trekking etc.

Weitere Sehenswürdigkeiten auf der Peloponnes sind:

  • die berühmte Festungen Palamidi und Bourtzi, die kleine Insel im schönen Nafplio;
  • die Schlucht von Polylimnios mit den natürlichen Seen und den Dutzenden kleiner und großer Wasserfälle;
  • die malerischen, traditionellen Dörfer wie Dimitsana, Vitina, Kastanitsa Kardamyli und Stoupa sowohl in den Küstengebieten als auch in den Bergen des Peloponnes;
  • die archäologische Stätte von Mykene mit den Gräbern von Atreas und Klytemnestra;
  • die Region in Kalavrita mit dem Skizentrum und dem Kloster Agia Lavra;
  • das Hydrobiotop des Sees von Stymphalia und das Umweltmuseum inmitten einer schönen, grünen Landschaft.

Thessalien und Sporaden


Thessalien liegt zwischen Makedonien (Norden) und Zentralgriechenland (Süden), im Westen grenzt es an Epirus, im Osten an die Ägäis; zu Thessalien gehören auch die Nördlichen Sporaden, sprich Skiathos, Skopelos und Alonnisos. Thessaliens Hauptstadt ist Larissa, die Stadt mit den in der Regel höchsten Temperaturen Griechenlands im Sommer, doch auch die Stadt, in der das größte antike Marmortheater ausgegraben wurde. Weitere wichtige Städte sind Trikala, Karditsa und Volos.

Thessalien steht den anderen griechischen Regionen in nichts nach: Landschaftlich vielseitig wartet Thessalien auf mit Landschaften von natürlicher Schönheit mit üppigen Tälern, beeindruckenden Bergdörfern, Seen, Flüssen und schönen Stränden. Der fruchtbare thessalische Boden wird nicht nur landwirtschaftlich genutzt und bringt qualitativ hochwertige Obst-, Milch- und Getreideprodukte hervor, sondern vermischt in fast perfekter Weise das Grün der Natur mit den herrlichen Stränden des Pagasitischen Golfes und der Ägäis, bekannte Bergsportorte mit malerischen Küstendörfern, byzantinische Klöster und archäologische Stätten mit Industriekomplexen und neoklassischen Gebäuden. Ob es sich um das Pilion oder den bekannten See Plastira handelt, die imposanten Meteora-Klöster oder das herrliche Tal von Tempe, durch welches der Fluss Pinios fließt, oder um die Sporaden, Thessalien beeindruckt durch Einfachheit und Naturschönheit.

Östlich des Pindos-Gebirges liegen die beeindruckenden Metéora-Klöster (Weltkulturerbe der UNESCO). Die insgesamt 24 Klöster und Eremitagen, von denen nur noch sechs bewohnt werden, sind auf hohen Sandsteinfelsen in 313 m Höhe gebaut. Die Klöster von Meteora werden wegen ihrer Steinarchitektur und des spektakulären Ausblicks, den sie bieten, zu den schönsten Klöstern weltweit gezählt.

Der technisch angelegte See Plastira ist bekannt für seine Schönheit: Umgeben von einer immergrünen Landschaft, von traditionell erbauten Dörfern mit steinernen Häusern, von Klöstern, Museen, Höhlen und Brücken. Für Naturliebhaber ist der Plastira-See ein sehr beliebtes Ziel, insbesondere wenn man auf der Suche nach Stille, Entspannung ist weit weg von der stressigen Alltagsroutine. Der bogenförmige Staudamm, der sich um den See legt, bildet wohl die geeignetste Stelle, um die atemberaubende Schönheit des Sees zu bewundern.

Südlich von Larissa liegt die Halbinsel Pilion, in der einst die Zentauren beheimatet waren. Pilion hat sich seine landschaftliche Schönheit bewahrt: Eine hügelige Landschaft beherrscht die Halbinsel, die im östlichen Teil als Felsküste steil ins Meer abfällt. Das Bild wird im westlichen Teil durch kleine Buchten und Strände abgerundet, wobei es auf den Hügeln viele kleine Bergdörfer zu erkunden gilt. Im Sommer locken die schönen Badestrände, im Winter kann man im Pilion Wintersport betreiben.

Drei der schönsten ägäischen Inseln liegen unweit von Volos: Skiathos, Skopelos und Alonissos. Zauberhafte Strände, die nicht nur zum Baden einladen (Kokkinokastro, Koukounaries, Kastani etc.), und eine gute auf den Tourismus ausgerichtete Infrastruktur bewahren einerseits die natürliche Schönheit der Inseln und schaffen andererseits eine kosmopolitische Atmosphäre, die unvergessliche Momente versprechen.

Jede der großen Städte Thessaliens hat ihren eigenen Zauber, doch Volos sticht besonders hervor. Architektonisch koexistieren in fast harmonischer Art und Weise alte Herrenhäuser mit Gebäuden nach industriellem Design. Volos ist berühmt für seine kleinen Tavernen, die auf „Tsipouro“ und Vorspeisen spezialisiert sind, neben diesen reihen sich unzählige Cafés und Bars, die zum Feiern einladen. Einen Besuch wert sind auch die Museen von Volos wie bspw. das Bahnmuseum.

Thessaloniki


Thessaloniki, die zweitgrößte Stadt Griechenlands und eine der schönsten griechischen Städte, wird auch Juwel des Nordens bzw. Nymphe des Thermaischen Golfes genannt. Diese Stadt gilt als lebenslustig, offen und gastfreundlich und hat sich zu einer europäischen Großstadt mit guter Infrastruktur entwickelt.

Thessaloniki ist es gelungen, sich einen einzigartigen und faszinierenden kulturellen Charakter zu erhalten, der Ausdruck findet in verschiedenen Festivals und künstlerischen Aktivitäten, aber auch durch die Vermischung volkstümlicher Elemente verschiedener ethnischer Gruppen unterstrichen wird. Sicherlich liegt dies auch an dem unbändigen Wunsch nach Unterhaltung und Spaß, den diese Stadt ausmacht. Kein Wunder, dass der National Geographic Thessaloniki zu den zehn Top-Städten mit dem besten Nachtleben weltweit zählt: Die Stadt besitzt mehr Cafés je Einwohner als jede andere europäische Stadt.

Das Wahrzeichen der Stadt ist der Weiße Turm, der während der Osmanischen Herrschaft, höchstwahrscheinlich im 15. Jh., erbaut wurde. Ehemals auch als „Turm der Janitscharen“ oder „Blut-Turm“ bezeichnet, bildete es einen Ort der Folter und Hinrichtung. 1890 wurde der Turm von einem jüdischen Gefangenen gestrichen, wodurch ihm die Freilassung gelang. Seit 1985 wird der Weiße Turm als Ausstellungsort genutzt und beherbergt seit 2008 die Ausstellung über die Entwicklung und Geschichte von Thessaloniki von Anbeginn an bis heute. Einen Spaziergang an der Promenade kann man also durchaus mit einer kleinen Entdeckungstour durch den Weißen Turm verbinden; die Aussicht von der Spitze des Turms auf die Stadt und den Thermaischen Golf ist atemberaubend.

Zu besichtigen gilt es in Thessaloniki Bauwerke aus römischer Zeit:

  • den Galeriusbogen (Kamara) mit Reliefdarstellungen von Szenen aus den Kämpfen des Galerius gegen die Perser 296/297;
  • eine im 4. Jh. erbaute Rotunde, die vielleicht als Mausoleum des Galerius fungiert hatte, dann als orthodoxe Kirche und später als Moschee (Reste eines Minaretts) genutzt wurde; heute ist die Rotunde ein Museum;
  • daneben die Reste eines Forums (145 × 90 m) mit unterirdischer Stoa unter der Südstoa und mit einem Odeion (Theater).

Frühchristliche und byzantinische Bauten gehören auch zum Bild der Stadt. Zu nennen ist etwa das Latomos-Kloster von Osios David; das Kloster ist mit einem Mosaik aus dem 5. oder 6. Jh. geschmückt, das einen bartlosen Christus darstellt, und diente als Vorläufertypus der Kreuzkuppelkirche mit Mosaiken und Malereien. Die frühchristlichen und byzantinischen Kirchen in Thessaloniki wurden, auch wegen ihrer teilweise wunderschönen Mosaike und Malereien, 1988 in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen. Zu den schönsten und bedeutendsten gehören die Kirche des Heiligen Demetrios (Agios Dimitrios), des Schutzpatrons der Stadt, eine fünfschiffige Basilika mit Mosaiken aus dem 7. und 9. Jahrhundert sowie die Kirche der Heiligen Sofia (Hagia Sofia), eine dreischiffige Basilika mit Mosaiken aus dem 8. und 9. Jahrhundert.

 

Das historische Viertel, Ladadika, als Ort der perfekten Unterhaltung besungen und gefeiert, hat trotz der Integration moderner Elemente seinen traditionellen Charakter bewahren können. Die breite Fußgängerzone mit unzähligen Tavernen, Cafés und Clubs bietet vor allem eine qualitativ hochwertige Essens- und Trinkkultur und gehört definitiv zu den beliebtesten Orten der Stadt sowohl für Einheimische als auch für Besucher von auswärts. An der bekannten Promenade und um den Aristoteles-Platz reihen sich Cafés und Bars, das eine an das andere, und bieten ein buntes mannigfaltiges Bild an Unterhaltung und Menschen. Ein wahrer Geheimtipp ist das Flohmarkt- und Tavernen-Viertel Mpit Basar. Kleine Ladengeschäfte, die vielerlei Krimskrams anbieten ebenso Tavernen und Restaurants, die insbesondere leckerschmeckende Vorspeisen servieren, sorgen für unvergessliche Abende in Atmosphäre des ausklingenden 19. Jh. Doch auch wenn man auf der Suche nach Entspannung und Ruhe ist, kann man sich in einem erfrischenden Spa oder einem orientalischen Hamam entspannen.

Zu den wichtigsten Markt- und Handelsplätzen gehört der Markt von Tsimiski. Ob Kaufhäuser oder kleine Einzelhandelsgeschäfte, hier kann man sich Träume erfüllen mit Schuhen, Schmuck oder Kleidung von außergewöhnlicher Qualität. Daneben gibt es jedoch auch Buchhandlungen, Kinos, Cafés und Restaurants, in denen man eine kleine Rast einlegen kann.

In Thessaloniki waren und sind verschiedene ethnische Gruppen mit unterschiedlichem kulturellem Hintergrund zu Hause gewesen; dies hat den Charakter und das Flair dieser Stadt entscheidend geprägt. Jedes der zahlreichen Museen erzählt eine andere Geschichte: Das Archäologische Museum präsentiert die Geschichte Makedoniens, das Museum für byzantinische Kultur wartet mit Sammlungen aus der byzantinischen und post-byzantinischen Zeit von Thessaloniki und Makedonien auf, im Jüdischen Museum sind Gegenstände, Dokumente, Kostüme und alles, was von den Juden in Thessaloniki bis zum 2. Weltkrieg unversehrt bewahrt werden konnte, ausgestellt und das Staatliche Museum für zeitgenössische Kunst glänzt mit bedeutenden Gemälden und Skulpturen von griechischen und ausländischen Künstlern.

Zu den schönsten Vierteln in Thessaloniki gehört auch „Ano Poli“ (= oberer/nördlicher Teil der Stadt). Das Viertel erinnert an mittelalterliche Kulissen aus alten Filmen: Umgeben von Teilen der antiken und mittelalterlichen Festungsanlage, findet man in verwinkelten, gepflasterten Gassen viele Tavernen und Cafés, in denen man einkehren kann, oder lässt sich von den traditionell erbauten Wohnhäusern/ Gebäuden verzaubern. Verschiedene Einflüsse sind in die architektonischen Baustile eingeflossen und haben sich zu einem einzigartigen Stilmix verbunden. Zu den berühmten Sehenswürdigkeiten in Ano Poli gehören zweifelsohne das Geburtshaus und Museum Kemal Atatürks, die letzten Überreste der großen Festungsanlage und das Kloster Vlatadon.

Thrakien


Thrakien bildet kein klassisches Reiseziel in Griechenland. Die Authentizität und Unversehrtheit dieser Region lassen Besucher das Land nicht als Touristen erkunden, sondern als „Reisenden“. Und wenn in Griechenland Ost auf West trifft, dann koexistieren in dieser Region diese beiden Elemente und schaffen ein buntes, interkulturelles und unvergessliches Mosaik.

Die Region Thrakien liegt im Nordosten Griechenlands und wird landschaftlich im Westen durch den Fluss Nestos, im Osten durch den Fluss Evros begrenzt. Im Norden bildet die Gebirgskette der Rhodopen die natürliche Grenze zu Bulgarien. Alexandroupoli, Komotini, Xanthi, Orestiada und Didymoticho sind die größten Städte dieser Region.

Thrakien als Schnittstelle zwischen West und Ost, Europa und Asien fungiert als Pforte zum Osten und offenbart einen Reichtum an Sehenswürdigkeiten aus der Antike, dem Byzanz, dem Mittelalter und dem Osmanischen Reich. Besonders geprägt wird die Region durch das jahrhundertelange Zusammenleben von Christen und Muslimen. Davon zeugen die rund 50 Pomakendörfer, zumeist in der Nähe von Xanthi angesiedelt, aber auch traditionell erbaute Gebäude und Straßen, die älteste Moschee in Europa, Museen, in denen dieses Erbe ausgestellt wird u.v.m. Aber auch die Flüchtlinge, die nach der Kleinasiatischen Katastrophe 1922 in den Norden Griechenlands und auch nach Thrakien umgesiedelt wurden, haben Einfluss auf Kultur und Tradition genommen. Auf Basaren erfährt man aromatische Geruchs-Erlebnisse durch die angebotenen Gewürze und findet allerlei Leckereien zu essen: traditionell hergestellte Wurst oder das sog. Pastourma (Trockenfleisch), Kouskousi, eingelegten Kohl und Paprika (in verschiedenen Schärfen), geröstete Kichererbsen, Pastelli (Sesam-Honig-Riegel), Sucuk Lukum (Fruchtkonfekt in Wurstlänge).

Thrakien kann zu jeder Jahreszeit bereist werden. Die größten Städte der Region sind für Städtereisen hervorragend geeignet und weisen eine sehr gute Infrastruktur auf.

Zu erkunden gilt es auch die landschaftliche Vielfalt Thrakiens:

  • Kilometerlange Küstenlandschaft und Badestrände im Süden Thrakiens;
  • unerforschte Natur in den griechischen Rhodopen (Gebirgskette), welche östlich des Flusses Nestos beginnen und bis zur Ebene des Flusses Evros im Osten reichen;
  • im Naturschutzgebiet Evros-Delta treffen Meer- und Süßwasser aufeinander und bilden den natürlichen Lebensraum für ca. 300 Vogelarten, 46 Fisch- und 7 Amphibienarten, 21 Reptilien und über 40 Säugetiere.

Nicht vergessen darf man die Insel Samothraki, eine gebirgige und wasserreiche griechische Insel in der Nord-Ägäis, ca. 80 km von Alexandroupoli entfernt. Samothraki lockt mit einzigartiger, zum Teil nicht erschlossener Naturschönheit, schönen Stränden und archäologischem Reichtum. Auf der Insel entstand die berühmte Nike-Skulptur (Skulptur der griechischen Siegesgöttin), welche im Louvre ausgestellt wird. Laut Homer soll Poseidon, der griechische Meeresgott, vom Berg Fengari aus die Schlacht um Troja beobachtet haben; bei guten Sichtverhältnissen sieht man bis weit nach Kleinasien hinein.

Zentralgriechenland


Zentralgriechenland liegt quasi im Zentrum Griechenlands: Im Norden grenzt es an Epirus und Thessalien, all seine anderen Grenzen sind von Meer umgeben, im Westen grenzt es an das Ionische Meer, im Osten an die Ägäis. Zu den wichtigsten Städten neben Athen und Piräus werden gezählt Lamia, Livadia, Karpenisi, Messolongi, Amfissa, Chalkida, Arachova, Galaxidi.

Neben geschichtsträchtigen Bauten wie das Orakel von Delphi, die Johanniter-Festung „Agriosykia“ in Livadia oder die byzantinische Kirche Agia Triada in Karpenisi beherbergen Museen – zu nennen ist etwa das archäologische Museum in Lamia – Funde aus der Jungsteinzeit, aber auch aus der Antike und dem Byzanz.

Doch nicht nur aus historischer und archäologischer Sicht ist Zentralgriechenland einen Besuch wert: Auf der zweitgrößten griechischen Insel Euböa gibt es einen der ältesten Kurorte der Welt, nämlich die schon in der Antike bekannten Heilquellen von Ädipsos und die bekannten Wasserfälle in Drymona, wo ein Naturpark errichtet wurde. Auf dem Berg Velouchi gibt es ein kleines Skigebiet.

Zweifellos bilden die starken Kontraste, welche die Region prägen, charakteristisches Merkmal Zentralgriechenlands: Traditionelle Bergdörfer koexistieren neben malerischen Küstendörfer und schaffen ein unvergessliches Bild an natürlicher Schönheit und architektonischer Vielfalt. Die Thermopylen, untrennbar mit der historischen Schlacht gegen die Perser und den heroischen Figuren der damaligen spartanischen Kämpfer verknüpft, sind von großem historischen Interesse. Nahe der beeindruckenden Statue von Leonidas ist das historische Zentrum der Thermopylen gelegen, in dem man alle wichtigen Informationen zur damaligen Schlacht und Geschichte erhält. Nur wenige Minuten von den Thermopylen entfernt befindet sich die archäologische Stätte von Delphi, auch als „Nabel der Erde“ bekannt. Das Orakel von Delphi, das zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört, war Zentrum der antiken griechischen Welt und eines der berühmtesten heiligen Stätten weltweit.

Das ultimative Wintererlebnis für diejenigen, welche entspannte Momente in schönen, malerischen und doch kosmopolitischen Dörfern erleben wollen, ist definitiv in Arachova zu finden. Im Vagonetto Mining Park in Fokida kann man sich auf eine unterirdische Erkundungstour der Metalle begeben und vieles über den Metallabbau erfahren. In der Ortschaft Kamena Vourla in Fthiotida sind einige der wichtigsten Thermalquellen und Kurorte Griechenlands anzutreffen: Die therapeutischen Eigenschaften der Quellen und die modernen Einrichtungen erlauben es dem Besucher, inmitten einer immergrünen Natur wertvolle Momente der Entspannung und Therapie zu finden.

Evritania wird als Gebiet bezeichnet, in dem es angeblich immer regnet; ein Naturphänomen, das seinesgleichen sucht! Die Wasser des Flusses Krikeliotis bilden auf große Strecken seines Verlaufs Wasserfälle, die aus großer Höhe fallen und den Eindruck entstehen lassen, es würde regnen. Insbesondere in den Sommermonaten bildet diese Region ein beliebtes Ausflugs- und Urlaubsziel. Naturliebhaber kommen hier auf ihre Kosten: Ob mit Erkundungswanderungen in der wunderschönen Natur Evritaniens oder mit „River Trekking“, Kanu oder Rafting oder gar mit Schwimmen im kristallklaren Wasser des Flusses – der Entspannung und dem Abenteuer sind keine Grenzen gesetzt.

Doch auch Badeurlaub, Spaziergänge an schönen Stränden ist in Zentralgriechenland möglich. Die Strände Glyfa, Eratini, Agios Isidoros oder Alykes Drosia sind nur einige Strände, an welche zu Recht die blaue Flagge für nachhaltigen Tourismus vergeben wurde. Andererseits bietet die Verbindung vom Hafen Agios Konstantinos zu den Sporaden, Skiathos und Skopelos, die Möglichkeit, schnell auf die kosmopolitischen Inseln überzusetzen.